Nachwehen des Nationalsozialismus?
Da flattert mir ein Flugblatt ins Haus: Bedrohlich schwarze Männerschuhe marschieren über die rote Schweizer Flagge mit dem weissen Kreuz. Und falls ich das weisse Fragezeichen übersehe, wird mir deutsch und deutlich vom Kanton Schwyz per sofort verfügt, dass in meiner Wohnung nächstens vier Ausländer zwangseinquartiert werden.
Diese Art der Politmache der stärksten Schwyzer Partei schockiert - für mich und viele meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht nur die Angst einflössende Aufmache, sondern auch der Inhalt der Botschaft! Ich drehe das Flugblatt und lese: Für Schweizer Werte! Judith Uebersax in den Nationalrat.
Eine Schweizerin, welche Schweizer Werte vertreten will, macht mit Angstmacherei und Diffamierung Wahlpolitik und doppelt nach mit angeblich ungebremster Masseneinwanderung und deren Folgen wie: überfüllten Autobahnen und Verkehrsmitteln, steigenden Miet- und Bodenpreisen, Verdrängung der Schweizer am Arbeitsplatz, überfüllten Gefängnissen, belasteten Sozialwerken, Energieknappheit, aussterbendem Schwyzer Dialekt in Kindergärten und fehlenden Kreuzen in den Schulzimmern. Interessanterweise nimmt sie dabei die Asylbewerber und illegalen Einwanderer von dieser Masseneinwanderung aus.
Es gibt also anscheinend nur eine einzige Bevölkerungsgruppe, welche die Schuld für alles Übel in der Schweiz trägt! Böse Erinnerungen aus der Vergangenheit kommen mir da hoch. Ich sage da nur: Wehret solchen Auswüchsen!
Meine Informationen über Ausländer in der Schweiz waren bis anhin, dass es gesetzlich geregelt ist, dass nur solche einwandern können, welche entweder als Selbständige hier Arbeitsplätze für die Bevölkerung schaffen oder von unseren eigenen, schweizerischen Arbeitgebern mit Arbeitsverträgen geholt werden. Sozialwerke werden dann ungerecht belastet, wenn unsere eigenen Arbeitgeber den ausländischen Arbeitskräften unbeschränkte Arbeitsbewilligungen ausstellen. Würden sich alle Arbeitgeber nämlich konsequenter auf befristete Arbeitsbewilligungen beschränken, würden wir arbeitslose Ausländer per Gesetz ganz einfach wieder los.
Ja, beim Nachzug von ausländischen Familien hat unsere Schweizer-Politik bisher eindeutig versagt. Wir müssen dort unbedingt schärfere Bedingungen einführen. Damit gäbe es gute Chancen, weniger Ausländer in unseren Gefängnissen zu haben und unsere eigene Kultur nicht unnötig zu schwächen.
Die Miet- und Bodenpreise werden nicht von den Ausländern bestimmt, sondern von uns Schweizern, welche mit den Ausländern das grosse Geschäft machen. Oder die Preise werden von unserer Steuerpolitik beeinflusst, welche für Vermögende mit dem Segen von uns Stimmbürgern immer mehr Steuererleichterungen durchboxt und damit uns Normalverdiener und Durchschnittsbürger immer mehr über den Tisch zieht unter dem Motto: Du zahlst im Jahr Fr. 500.- weniger Steuern, attraktiv oder? - und musst dann wahrscheinlich damit leben, dass du dafür jährlich Fr. 5000.- mehr Miete bezahlst.
Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, haben es in der Hand, zu entscheiden, ob wir wieder in alte, menschenunwürdige Verhaltens-Muster zurückfallen wollen und ganze Bevölkerungsgruppen diffamieren oder ob wir uns in der Politik wirklich auf die echten Schweizer Werte setzen.
Ich gebe meine Stimme dem CVP-Bauernvertreter im Kanton Schwyz, der im echten Sinne bodenständig und mit hohen ethischen Werten politisiert: Pius Schuler, Rothenthurm, für den Nationalrat!

Kommentare
Ja, man muss die Dinge beim Namen nennen. Super!
Es muss klar gesagt sein, wer hier eigentlich mit welchen Argumenten und Hintergründen politisiert. Wir müssen wissen, was wir uns mit unseren Stimmen einkaufen.
Herzlich
Michi