Rücktritt aus dem Kantonsrat per Ende September 2010
Mit diesen Zeilen möchte ich bekannt machen, dass ich aus sämtlichen politischen Ämtern (Kantonsrat, WOV-Kommission) sowie aus allen Partei-Chargen zurücktrete.
Meine Frau Maya und ich werden voraussichtlich per Ende September 2010 aus der Gemeinde Freienbach wegziehen und unser neues Haus in Richterswil ZH beziehen. Aus diesem Grund bin ich gezwungen, mich aus allen politischen Aktivitäten in der Gemeinde Freienbach und dem Kanton Schwyz zurückzuziehen.
Ich bedaure es, meinen Rücktritt während der Legislaturperiode bekannt zu geben. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Nach rund 24 Jahren des politischen Engagements in der Gemeinde, dem Kanton und teilweise auch auf Bundesebene (JCVP) ist mir das politische Leben in unserem Kanton und in unserer Gemeinde sehr ans Herz gewachsen – trotz des schwieriger werdenden Umfelds und einer politischen Kultur, mit der ich in letzter Zeit immer wieder auch erhebliche Mühe bekunde.
Neben der Tätigkeit für die Gemeinde und den Kanton liegt mir auch an der CVP der Gemeinde Freienbach sehr viel. Ich habe mich dort bis heute während rund 16 Jahren im Vorstand engagieren dürfen, davon sechs Jahre im Präsidium (4 Jahre Kassier & 2 Jahre Präsident). Zudem bin ich nun seit mehr als zehn Jahren im Wahlausschuss.
Das politische Engagement hat mir viel Freude und persönliche Befriedigung gegeben. Zudem konnte ich in fachlicher, politischer und menschlicher Hinsicht viel lernen. Klar, es gab auch schwierige Zeiten, viel Knochenarbeit und ein paar Frustrationen. Das gehört wohl dazu!
Gerne bedanke ich mich bei allen, die mich gewählt haben sowie bei meiner Partei, die mir die Gelegenheit gegeben hat, all diese spannenden Erfahrungen zu machen und von der ich immer viel Unterstützung erfahren durfte.
Gerne hoffe ich, dass meine Nachfolger/innen ihre neuen Aufgaben mit ebensoviel Freude und Motivation anpacken können und damit die allenfalls auftretenden Durststrecken und die zwischenzeitlichen Frustrationen schwungvoll überwinden können.
Bis Ende September 2010 werde ich noch mit vollem Schwung im Kantonsrat des Kantons Schwyz mitwirken und dann mein Amt mit vielen guten Erinnerungen an die Nachfolge übergeben.

Kommentare
Deine Meldung ist - unabsichtlich (?!) - negativ verfasst und macht mich nachdenklich. Ich hätte eher von Dir erwartet, dass Du Deine Aktitivitäten vom Kanton Schwyz in den Kanton Zürich verlegen wirst, begründet durch den Wohnortwechsel. Ich frage mich daher, ob nicht auch die SVP-Phalanx im Kanton Schwyz zu Deiner Entscheidung beigetragen hat, zumal Deine Mitteilung ausgerechnet im Anschluss an die erste Lesung des Verfassungsentwurfs erfolgt, welche viele Politiker frustriert hat. Nun, das Leben ist eine positive Sache und so wünsche ich Dir vorab einmal alles Gute. Wir sehen uns ja bestimmt gelegentlich wieder. Herzlich, Richi
Danke für Deine Rückmeldung.
Du hast Recht! Politik ist eine sehr positive Sache. Sie hat mir in den vergangenen 24 Jahren Freude gemacht. Ich finde es nicht nur wichtig, sondern auch schön, wenn ich die Gelegenheit habe, an den Rahmenbedingungen für unseren Staat und unsere Gemeinschaft mitzuwirken!
Meine Meldung hat gar nichts mit der Verfassungsdebatte zu tun. Der Zeitpunkt ist einfach jetzt gewählt, weil mein Rücktritt anlässlich der Kantonsratsession vom Donnerstag durch den Präsidenten des Kantonsrats bekannt gegeben worden ist.
Es gibt aber schon auch Aspekte, die mir zu denken geben, auch wenn das absolut nichts mit meinem Rücktritt zu tun hat. Das politische Klima in unserem Kanton und insbesondere auch in unserer Gemeinde wird schlechter. Es gibt Kräfte, die sich ausschliesslich auf das Kritisieren verlegt haben und von sich selber dann auch noch behauten, das täten sie im Namen der Bürger! Absurd! Bürger sind an praktikablen Lösungen von Problemen interessiert und nicht an nie erreichbaren Utopien und Verschwörungstheorien - und natürlich auch nicht an populistischen, extremen Parteiprogrammen. Soweit zum Negativen.
Ich bin allerdings nach wie vor tief überzeugt, dass wir diesen Kräften das Feld nicht überlassen dürfen. Ernsthafte, seriöse Sachpolitik, die das Augenmass auf die Lösungen richtet. Das ist, was gefragt ist und sein wird.
Hoffnungsvolle & freundige Grüsse
Michi
Nun bist Du oder Deine Familie halt gefordert.
Liebe Grüsse
Dein Götti Michi