Die SVP in der Opposition & die FDP im Schützengraben

Nach der vergangenen Kantonsratssession von letzter Woche bleibt bei mir wieder einmal ein sehr schales Gefühl zurück. Die Schwyzer Politik lässt sich derzeit - zugegebenermassen etwas verkürzt - auf die Formel "Die SVP noch immer in der Oppositionsrolle und die FDP immer wieder im historisch altbekannten Schützengraben gegen die CVP" zusammenfassen. Alte, lieb gewonnene Muster lassen sich wohl leider nicht innert vernünftiger Frist ändern. Eigentlich schade!

Dieses Muster hat sich in der letzten Kantonsratssession erneut ganz klar gezeigt. Dies gilt insbesondere für die Wahlgeschäfte. CVP-Kandidaturen haben es im Kantonsrat äusserst schwer - auch wenn die Personen unbestrittenermassen über ausgewiesene fachliche, soziale und führungsmässige Qualitäten verfügen.

Die SVP kämpft in diesen Fällen immer noch als Oppositionspartei. Das heisst, die seit nun zwei Jahren deutlich stärkste Partei und Fraktion im Kanton übernimmt nicht wirklich Verantwortung und politisiert nicht wirklich lösungsorientiert, sondern handelt immer noch nach dem Prinzip „Wir stellen uns generell einfach gegen die Ideen und die Vorschläge der anderen Parteien“. Kurz gesagt: „Macht kommt vor konstruktiven Lösungen!“

Schlimmer noch die FDP - gut orchestriert aus dem Hintergrund: Sobald das Label "CVP" draufsteht, so werden aus der Vergangenheit eingespielte, reflexartige Abwehrhaltungen aktiviert. Lieber dem historisch bedingten Gegner eins auswischen, statt sich darauf zu besinnen, wer hier allenfalls ein "natürlicher" Partner sein könnte.

Der CVP-Fraktion bleibt wohl nichts anderes übrig, als damit leben zu lernen und weiterhin mit überzeugender Politik und starken Persönlichkeiten anzutreten. Wir werden auch lernen müssen, uns im Rat in unserer Rolle als "normale Minderheitspartei" zurechtzufinden. Noch zu oft sind auch wir verhaftet in unserer alten Rolle, als die CVP im Kanton noch den Ton angab. Auch wir müssen lernen, uns strategisch zu verhalten. Auch das ist eigentlich schade!

Eines müssen sich die SVP und die FDP, die sich immer häufiger gegen die CVP verbünden, aber bewusst sein: Mit dem Einfluss wächst auch die Verantwortung. Beide Parteien - und insbesondere auch die FDP - werden sich an den Ergebnissen ihrer Entscheide messen lassen müssen. Das wird nicht heute und auch nicht morgen sein, sondern in drei, vier oder zehn Jahren. Es sei hier noch erwähnt, dass die CVP diesbezüglich keinen Vergleich scheuen muss. Die bisherige Erfolgsgeschichte des Kantons Schwyz wurde ganz massgebend von der CVP-Sachpolitik und von CVP-Persönlichkeiten geschrieben.

Aus meinem persönlichen politischen Verständnis heraus hoffe ich, dass sich die oben beschriebene Polarisierung und zunehmende parteipolitische "Strategisierung" der Politik im Kanton Schwyz künftig wieder überwinden lassen wird. Es geht nämlich um die Frage, wie wir unser Gemeinwesen möglichst im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gestalten und wie bestehende Probleme & Herausforderungen bewältigt werden. Das wird vom Parlament erwartet und nicht parteipolitisches Gezänk aus alten Schützengräben und aus der alten Oppositionsrolle.

Bernadette Kündig auf FACEBOOK!

Unterfolgendem Link findet sich die FACEBOOK-Seite von Bernadette Kündig für die Regierungsratswahlen 2010:

Link zu Bernadette Kündig

 

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DANKE!

Rücktritt aus dem Kantonsrat per Ende September 2010

Mit diesen Zeilen möchte ich bekannt machen, dass ich aus sämtlichen politischen Ämtern (Kantonsrat, WOV-Kommission) sowie aus allen Partei-Chargen zurücktrete.

Meine Frau Maya und ich werden voraussichtlich per Ende September 2010 aus der Gemeinde Freienbach wegziehen und unser neues Haus in Richterswil ZH beziehen. Aus diesem Grund bin ich gezwungen, mich aus allen politischen Aktivitäten in der Gemeinde Freienbach und dem Kanton Schwyz zurückzuziehen.

Ich bedaure es, meinen Rücktritt während der  Legislaturperiode bekannt zu geben. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Nach rund 24 Jahren des politischen Engagements in der Gemeinde, dem Kanton und teilweise auch auf Bundesebene (JCVP) ist mir das politische Leben in unserem Kanton und in unserer Gemeinde sehr ans Herz gewachsen – trotz des schwieriger werdenden Umfelds und einer politischen Kultur, mit der ich in letzter Zeit immer wieder auch erhebliche Mühe bekunde.

Neben der Tätigkeit für die Gemeinde und den Kanton liegt mir auch an der CVP der Gemeinde Freienbach sehr viel. Ich habe mich dort bis heute während rund 16 Jahren im Vorstand engagieren dürfen, davon sechs Jahre im Präsidium (4 Jahre Kassier & 2 Jahre Präsident). Zudem bin ich nun seit mehr als zehn Jahren im Wahlausschuss.

Das politische Engagement hat mir viel Freude und persönliche Befriedigung gegeben. Zudem konnte ich in fachlicher, politischer und menschlicher Hinsicht viel lernen. Klar, es gab auch schwierige Zeiten, viel Knochenarbeit und ein paar Frustrationen. Das gehört wohl dazu!

Gerne bedanke ich mich bei allen, die mich gewählt haben sowie bei meiner Partei, die mir die Gelegenheit gegeben hat, all diese spannenden Erfahrungen zu machen und von der ich immer viel Unterstützung erfahren durfte.

Gerne hoffe ich, dass meine Nachfolger/innen ihre neuen Aufgaben mit ebensoviel Freude und Motivation anpacken können und damit die allenfalls auftretenden Durststrecken und die zwischenzeitlichen Frustrationen schwungvoll überwinden können.

Bis Ende September 2010 werde ich noch mit vollem Schwung im Kantonsrat des Kantons Schwyz mitwirken und dann mein Amt mit vielen guten Erinnerungen an die Nachfolge übergeben.

 

Regierungsfähige Frau

Bei den bevorstehenden Regierungsratswahlen ist es wichtig, dass wir unsere Regierung wieder mit fähigen und konstruktiven Kräften besetzen können. Ganz zuvorderst steht hier für mich Bernadette Kündig-Blättler. Sie verfügt über die notwendigen fachlichen und menschlichen Qualitäten für das Amt einer Regierungsrätin. Ihr beruflicher und politischer Leistungsausweis qualifiziert sie als fähige Frau. Sie führt seit Jahren ein gewerbliches Unternehmen erfolgreich und hat in der Politik bewiesen, dass sie eine einsatzfreudige Politikerin mit Augenmass für sachgerechte Lösungen ist. Sie in Beruf und Politik sich stellenden Herausforderungen stets beherzt angenommen und praktikable Lösungen umgesetzt. Sie ist keine Blenderin, die blind irgendwelche Parteiprogramme verkündet, sondern sie ist eine beharrliche Kämpferin für die Sache der Menschen und für unser Gewerbe. Das ist das, was wir brauchen. Ich wähle mit Überzeugung Bernadette Kündig-Blättler in den Regierungsrat. Sie steht für die Fortführung der Erfolgsgeschichte unseres Kantons!

Die CVP hat zwei regierungsfähige Kandidaten nominiert

Letzte Woche hat die CVP des Kantons Schwyz anlässlich ihrer Nominationsversammlung in Küssnacht SZ ihre zwei Kandidaten für die bevorstehenden Regierungsratsersatzwahlen nominiert.

Die Versammlung hat mit Bernadette Kündig und Othmar Reichmuth zwei profilierte und fähige Kandidaten bestimmt, die über die notwendigen fachlichen und menschlichen Qualitäten für das Amt einer Regierungsrätin bzw. eines Regierungsrats verfügen. 

Beide können sowohl aufgrund ihrer bisherigen beruflichen als auch aufgrund ihrer politischen Tätigkeiten einen überzeugenden Leistungsausweis vorlegen.

Die Wahl der beiden CVP-Kandidaten in die Regierung ist ein wichtiger Beitrag zur Fortschreibung der Erfolgsgeschichte des Kantons Schwyz! Wir brauchen in der Regierung sach- und lösungsorientierte Brückenbauer und nicht Sprengmeister!

 

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Ausweitung des innerkantonalen Finanzausgleichs (Interpellation)

Folgende Interpellation habe ich heute im Kantonsrat eingereicht:

Der innerkantonale Finanzausgleich hat sich im Kanton Schwyz in den vergangenen Jahren gut bewährt. Das System hat sich eingespielt und zeichnet sich durch eine überwiegend gute Akzeptanz aus.

In der neusten Zeit sind in zwei Vernehmlassungsvorlagen des Regierungsrates Hinweise bezüglich möglicher Aufnahme neuer Bereiche in den Finanzausgleich erwähnt worden. Das sind einerseits die Vorlage zur Neuordnung der Pflegefinanzierung und andererseits die Vorlage zur Neuregelung der Finanzierung der Linthebene-Melio­ra­tion.

Für die Aufnahme neuer Bereiche in den innerkantonalen Finanzausgleich kann es unter Umständen gute Gründe geben. Mit Blick auf die längerfristige Entwicklung des Systems des innerkantonalen Finanzausgleichs stellen sich allerdings folgende Fragen:

·       Gibt es ein Konzept für die weitere Entwicklung des Systems des innerkantonalen Finanzausgleichs im Kanton Schwyz?

·       Welche Bereiche sind in absehbarer Zeit für den Einbezug ins System vorgesehen?

·       Wer legt die allfälligen neuen Bereiche fest?

·       Werden die Gemeinden bei Änderungen vorgängig rechtzeitig konsultiert?

·       Wie verändert sich die Belastung der Netto-Zahler-Gemeinden durch den Einbezug neuer Bereiche? Bleiben die Belastungen tragbar?

Wir bitten den Regierungsrat um die Beantwortung der gestellten Fragen und bedanken uns im Voraus bestens.

Längere Lebenserwartung: Ja zum fairen Umwandlungssatz!

Es ist seltsam, wenn es um die berufliche Vorsorge geht: Ab dem 25. Altersjahr zahlen Erwerbstätige zusammen mit dem Arbeitgeber Lohnbeiträge in die sogenannte zweite Säule ein, sofern sie im Jahr mehr als 20‘520 Franken verdienen – aber die Wenigsten wissen Genaueres über ihre berufliche Vorsorge. Wenn nicht am 7. März über die Höhe des Umwandlungssatzes abgestimmt würde, könnten viele mit diesem Begriff nichts anfangen. Als das Obligatorium der beruflichen Vorsorge vor genau 25 Jahren in Kraft trat, wurde der Umwandlungssatz auf optimistische 7.2 Prozent festgelegt. Bei den damals hohen Zinssätzen war der Optimismus berechtigt. Pro 100‘000 Franken Altersgutschrift in der Pensionskasse ergaben die 7.2 Prozent eine Jahresrente von 7‘200 Franken oder eben 600 Franken monatlich – zusätzlich zur AHV.

Seither sind nicht nur die Zinssätze und zum Glück auch die Inflation auf ein Rekordniveau gefallen. Auch die Lebenserwartung der über 65-Jährigen ist um drei Jahre gestiegen. Die angesparten Pensionskassenguthaben müssen also länger ausreichen. Bereits 2003 wurde demzufolge der Umwandlungssatz schrittweise gesenkt und zwar auf heute um die 7 Prozent und bis 2014 auf 6.8 Prozent. Danach ist eine weitere Anpassung auf 6.4 Prozent unvermeidlich. Ich stimme der Änderung wegen ihres erfreulichen Hintergrundes zu: So können die Rentner und Rentnerinnen ihren Lebensabend länger als jede Generation vorher geniessen!

Anregung zum Nachdenken!

In der NZZ vom 19. Dezember 2009 hat Martin Senti unter dem Titel "Liberale im Schneckenhaus des Konservatismus" folgende Gedanken veröffentlicht:

Die ersten Reaktionen der Parteien auf das symbolkräftige, aber realpolitisch wenig bedeutsame Minarettverbot waren an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Sie reichten von euphorischer Geschwätzigkeit bei der SVP bis hin zu verzweifelten Ersatzhandlungen bei der Konkurrenz. Immer noch lässt sich diese vom populistischen Konservatismus ins Bockshorn jagen.

Dabei ist die markante Kluft zwischen Elite und Basis gerade bei aussen- und migrationspolitischen Themen alles andere als neu, sie lässt sich seit den 1990er Jahren systematisch nachzeichnen. Im Mittel liegen die Ja-Anteile zu restriktiven Vorlagen aus diesen Politikbereichen beim Stimmvolk um rund einen Viertel höher als im Parlament – ein ähnliches Verhältnis zeigt sich beim Vergleich von Abstimmungsergebnissen mit Parteiparolen. Das konservative Lager verfügt heute über eine sehr hohe Mobilisierungskraft. Dies nicht zuletzt deshalb, weil das Parteiensystem relevante gesellschaftliche Konfliktlinien nur noch beschränkt spiegelt.

Der neue Graben

Noch buhlen im Wesentlichen die gleichen Parteien um die Wählergunst, wie sie sich vor knapp 40 Jahren neu gruppiert haben. Das Umfeld aber hat sich in der Zwischenzeit fundamental verändert, die zentralen Stichworte lauten: Ende des Kalten Kriegs, europäische Integration und globalisierte Ökonomie. Der Nationalstaat hat massiv an Gestaltungskraft verloren, muss aber paradoxerweise mehr denn je die unerwünschten Nebenwirkungen des Wandels verantworten.

Tangiert sind dabei sämtliche Kernbereiche der traditionellen Innenpolitik: Sicherheit, Demografie, Sozialwerke, Landwirtschaft, Bildung, Forschung, Energie, Finanzen, Preise. Parallel zum Kontext hat sich auch das demokratische Selbstverständnis der Bürger gewandelt: Erosion von Loyalitäten und Parteibindungen, Individualisierung und gesteigerte Ansprüche gegenüber Staat und Politik, ein entsprechend verstärkt stimmenmaximierendes Verhalten der Parteien und schliesslich eine Medienlandschaft, die im Wettkampf um Aufmerksamkeit vermehrt auf Affekte abzielt.

Im Zuge dieses Wandels wurden gesellschaftliche Gegensätze, die einst das Parteiensystem formiert haben, stetig aufgeweicht. Dafür hat sich ein neuer Graben gewissermassen quer über die historisch-sozialen Konfliktlinien gelegt: der zwischen mentaler Weltoffenheit und Abschottung. Der deutsche Journalist Tobias Dürr versuchte das Phänomen in einem bemerkenswerten Aufsatz von 2005 zu benennen. Die Bürger hätten sich «noch intuitiv oder bereits bewusst» längst entweder einer «Partei der Bewegung» oder einer «Partei der Beharrung» angeschlossen, schrieb Dürr, die beiden «Parteien» aber existierten erst in den Köpfen.

Letzteres gilt nur beschränkt für die Schweiz. Hier scheint sich diese mentale Zuordnung bereits in einer teilweisen Transformation des Parteiensystems niedergeschlagen zu haben, dafür zumindest spricht das markante Erstarken der SVP. In umliegenden Ländern waren für das oppositionelle Aufbegehren gegen den Wandel vorab radikale Kleinparteien von links bis rechts besorgt (ähnlich wie hierzulande in den 1970er Jahren).

In der Schweiz aber ist es eine etablierte Volks- und Regierungspartei, die seit rund zwei Jahrzehnten mit zunehmender Konsequenz entlang der neuen Konfliktlinie mobilisiert. Während sich der neue Graben bei den anderen Parteien noch quer durch die eigenen Reihen zieht, hat die SVP ihren Stall programmatisch und personell radikal ausgemistet. Die einst primär deutschsprachige, reformierte und kleingewerblich-bäuerliche «Juniorpartei des Bürgerblocks» mobilisiert heute als wählerstärkste Partei über alle Sprach-, Konfessions- und Schichtgrenzen hinweg. Ihre neue Klientel reicht von sogenannten Globalisierungsverlierern bis weit in die vom sozialen Wandel verunsicherten oder zumindest genervten Mittelschichten hinein. In verklärter Nachkriegs-Erfolgsmentalität wird eine Zukunft in verflossener Stärke versprochen.

Eine vergleichbare Bewegung hat sich auf der Gegenseite noch nicht einmal im Ansatz herausgebildet. Zwar machen sich hier und dort lose, überparteiliche Reformergrüppchen bemerkbar – sie nennen sich «Zentrum für institutionelle Reformen in der Schweiz» oder «Club Helvétique». Nachhaltig Einfluss zu nehmen vermögen diese intellektuellen Zirkel bis jetzt aber nicht, und auf die Niederungen der parteilichen Organisation wollen sie sich offenkundig nicht einlassen. Aber auch unter den etablierten Parteien von links bis bürgerlich gelang es bisher keiner, sich als ebenbürtiger Antipode zur SVP zu behaupten.

Zwar finden sich in all diesen Parteien «Reformer»-Flügel (mit zum Teil ansehnlichen überparteilichen Schnittmengen). Doch diese Reformer stehen bereits in ihren eigenen Reihen unter misstrauischer Beobachtung – zu nachhaltig wirkt noch das internalisierte klassische Links-rechts-Schema nach. So kam die FDP mit ihren Aufbruchprojekten «Vision 2007», «Schweiz in Bewegung» und «Positive Kraft» kaum über das Stadium von Marketingideen hinaus, und die CVP muss für das neue «liberal-soziale» Etikett regelmässig bei ihren konservativen Stammlanden Abbitte leisten.

Auch die SP versucht sich mit neuem «Ja»-Slogan als Reformpartei zu verkaufen, was aber in seltsamem Kontrast zum überkommenen Selbstverständnis als Arbeiterpartei steht. Die Linke markiert etwa in der Sozialpolitik oder beim Service public den konservativen Pol, die Ernte in diesem Segment fährt dann aber doch die SVP ein. Auch die Grünen schliesslich bleiben trotz progressivem Kampagnenstil im Kern eine fortschritts- und technologiefeindliche Partei.

Die Angst vor dem eigenen Liberalismus

Ein geeintes, schlagkräftiges Reformerlager ist nicht in Sicht. Längerfristig aber dürfte nur diejenige Partei mit der Mobilisierung der SVP Schritt halten können, die als gebündelte Kraft in zentralen Themen (und das sind nicht Minarette, Kampfhunde oder Rauchverbote, sondern Demografie, Wissensgesellschaft und offene Märkte) glaubwürdig Alternativen zum Status quo anbietet.

Wer da vor traditionellen Konfliktlinien haltmacht, hat schon verloren: Es wird künftig nicht um mehr oder weniger Staat gehen, sondern um einen effizienteren und im Auftritt gegen aussen selbstsicheren Staat; es wird nicht um provinziellen Klassenkampf gehen, sondern um eine integrale Stärkung des Standorts Schweiz. Und schon gar nicht wird es um soziale Ausgrenzung nach Herkunft oder Religion gehen, sondern um eine faire Verteilung, in der sich Leistung wieder voll auszahlt.

Von alleine entsteht aber nichts, auch der SVP ist der Erfolg nicht in den Schoss gefallen. Sie hat ihre neue Linie in jahrelangen inneren Kämpfen durchgesetzt, unter Inkaufnahme zahlreicher Abstimmungsniederlagen und der Ausgrenzung eines ganzen Parteiflügels samt Bundesrätin. Nicht zuletzt dieses konsequente Vorgehen scheint die Konkurrenz immer noch zu verunsichern. Die peinlichen Reaktionen auf den Minarett-Entscheid zeugen jedenfalls davon, dass man seit dem EWR-Schock wenig dazugelernt hat. Allzu rasch flüchten sich sogenannt Liberale ins Schneckenhaus des Konservatismus, wenn sie die Angst vor dem eigenen Liberalismus packt.

Diese Gedanken sollten uns tatsächlich zu denken geben. Ich stelle mir in der letzten Zeit häufig die Frage, mit welchen Mitteln wir wieder zu einer sachorientierten Politik zurückfinden können in der nicht einfach die Linie einer einzig wähleranteilmaximierenden extremen Partei die politische Agenda bestimmt oder unsachliche, selbsternannte Oppositionsbewegungen mit Halbwahrheiten die politische Debatte bis zur Paralyse lahmlegen.

Hoffnunsvolle Grüsse
Michael Weber

Planungskredit "Fällmistunnel" im Frühjahr?

Gemäss einem Artikel im Höfner Volksblatt, der kürzlich erschienen ist, wird die Abstimmung über den restlichen Teil des Planungskredits der Gemeinde Freienbach für den "Fällmistunnel" im Frühjahr 2010 im Rahmen eines Sachgeschäfts durchgeführt.

Weitere Infos wurden vom Gemeinderat meines Wissens bisher leider nicht veröffentlicht!

Für die Realisierung des Verkehrssystems Höfe wird es wichtig sein, diesem Planungskredit zuzustimmen. Nur so können alle Massnahmen umgesetzt werden. --> Vgl. meinen BLOG-Beitrag vom 22. Oktober 2009.

Planungskredit "Fällmistunnel" --> JA, mit Halten!

Gestern haben wir im Kantonsrat den Planungskredit zum Projekt "Fällmistunnel" behandelt. Der Planungskredit wurde vom Kantonsrat klar angenommen. Ich selber habe auch JA gestimmt.

Für mein Abstimmungsverhalten war massgebend, dass sichergestellt werden kann, dass nicht nur der "Fällmistunnel", sondern das ganze geplante Verkehrssystem Höfe realisiert werden kann. Aus diesem Grund haben sich die allermeisten Kantonsräte aus unserer Gemeinde vor und hinter den Kulissen stark gemacht für eine Verknüpfung des Projekts "Fällmistunnel" mit dem Projekt "Halten".

Das ist mittlerweile gelungen:

  • Der Gemeinderat Freienbach hat sich dahingehend geäussert, dass der Gemeinde im Frühjahr 2010 ein Planungskredit für den Anschluss Halten inkl. Zubringer vorgelegt werden soll.
  • Im Kantonsrat haben wir klar deklariert, dass wir jetzt JA stimmen für den Planungskredit "Fällmistunnel". Unsere spätere Zustimmung zum Baukredit für den "Fällmistunnel" (voraussichtlich ca. 2012) haben wir aber abhängig gemacht von einer bis dann vorliegenden Zusage für den Anschluss "Halten" (mit Zubringer).
  • KR Walter Duss hat gestern einen Antrag in die Debatte eingebracht, welche den Regierungsrat beauftragt, bis spätestens einen Monat vor den Abstimmungen über den Baukredit "Fällminstunnel" in den Gemeinden Freienbach und Wollerau dem Kantonsrat eine Vorlage für die Projektierung des benachbarten Vollanschlusses "Halten" (mit Zubringer) zu unterbreiten. Der Kantonsrat hat dem Antrag sehr klar zugestimmt.

Nun ist es wichtig, dass die zweite Tranche des Projektierungskredits "Fällmistunnel" im Umfang von rund 120'000 Franken an der nächsten Gemeindeversammlung gutgeheissen wird.

  •  Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass nun eine konkrete Planung des "Fällmistunnels" in Angriff genommen werden kann. Die Bürger und Bürgerinnen wissen erst nach Vollendung der Planung, was das Projekt genau bedeutet. Vorher ist vieles einfach Spekulation und Behauptung;
  • Zudem kann ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des gesamten Verkehrssystems Höfe geschaffen werden.

Aus meiner Sicht werden wir vor einem grossen Scherbenhaufen stehen, wenn wir dem Budgetkredit für die Planung des "Fällmistunnels" an der Gemeindeversammlung nicht zustimmen. Mit einem JA zum Budgetkredit vergeben wir uns nichts. Wir schaffen damit die Grundlage, dass wirkliche Fakten auf den Tisch kommen und dass die Realisierung des Autobahnanschlusses "Halten" (mit Zubringer) ebenfalls in Griffnähe rückt.

Deshalb: Unbedingt an die Gemeindeversammlung gehen und JA stimmen für den Budgetkredit "Planung Fällmistunnel"!

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